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Meisen sind keine typischen Zugvögel

Meisen sind fast alle Standvögel. Aber die Dynamik innerhalb der geographischen Teil-Populationen ist enorm. Es kann je nach der Großwetterlage  zu Massenzug bei Meisen kommen. Dann tauchen in Mitteleuropa oft große Meisentrupps, meist artrein auf. Das betrifft vor allem Kohlmeise und Blaumeise.

Die Tannenmeise dagegen ist kein „reiner“ Standvogel. Viele Vögel der Art die zu den echten Meisen gehört, unternehmen ausgeprägte Wanderungen. Entfernungen von über tausend Kilometern werden zurückgelegt. Die in Deutschland ansässigen Tannenmeisen wandern dabei im Herbst in westliche und südwestliche Richtungen.

Meisen
Tannenmeise, Foto: Thomas Roth

Bei der Tannenmeise ist in den letzten Jahren ein verstärktes Auftreten auch innerhalb von Ortschaften zu beobachten. Die Art war vorher ein typischer Nadelwaldbewohner.

Da fast alle Meisenarten, außer Bartmeise und Beutelmeise im Winterhalbjahr von Körnern und Schalenfrüchten leben können müssen sie nicht ziehen.  Beutel- und Bartmeisen können keine Kerne knacken und streifen deshalb auf der Suche nach Nahrung nach der Brutzeit umher. Die Bartmeise sucht dabei gerne große Schilfbestände auf, hier findet sie ausreichend Nahrung in Form von Samen des Schilfes. Beutelmeisen sind ausgeprägte Zugvögel und überwintern in West- und Südeuropa.

Sumpfmeise und Weidenmeise sind Standvögel und sehr ortstreu. Die Individuen der beiden kleinen Meisenarten legen kaum Entfernungen über 10km in ihrem Leben zurück.