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Meisenbuch

Das Meisenbuch muss man haben

Das Meisenbuch bekommt zwei kleine Kritikpunkte. Der Einband ist nicht aus dem stabilsten Material (liegt aber toll in der Hand) und die Übersetzung aus dem Norwegischen ist hier und da etwas „holprig“.

Der Inhalt des Buches unterscheidet sich deutlich von den Fachbüchern über Meisen die populärwissenschaftlich gehalten sind. In diesem Meisenbuch von Andreas Tjernshaugen wird in tollem Schreibstil und norwegischem Humor spannendes, unbekanntes aus dem Leben der Meisen erzählt.

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Meisenbuch – auch die Meisen haben Ärger mit dem Nachbarn!

Der Autor hat etwas ganz einfaches gemacht. Zwei Meisen Nistkästen im eigenen Garten aufgehängt. Einer davon wurde mit einer Kamera bestückt. Dann hat Tjernshaugen ein Jahr lang „alles beobachtet“, das gesehene in einem Tagebuch festgehalten und in Buchform publiziert. Meisen haben demnach ähnliche Probleme im Alltag wie wir Menschen. Streit mit dem Nachbarn, Eifersucht und Erziehung der Jungen um nur einige Beispiel zu nennen.

Meisenbuch – keine Meise gleicht der anderen!

Natürlich werden die Meisenarten beschrieben. Der Autor ist Norweger und so kommen nicht alle im Buch behandelten Meisen auch bei uns vor. Das macht aber gar nichts! Im Tagebuch hält der Autor fest, dass es ängstliche oder forsche Meisen gibt, auch neugierige sind dabei. Familienleben, Brutzeitstress, Gesang und Paarung – auf all diese Belange wird im Buch eingegangen. Staunen Sie über all die kleinen und großen Meisengeheimnisse.

Meisenbuch
Blaumeise, Foto: Jürgen Hauck

Meisenbuch – auch diese Allerweltsvögel sind im Rückgang!

Der Autor ist wie ich Hobbyornithologe und mit den neuesten Forschungsergebnissen betraut. Der Rückgang der Brutvögel wird jetzt langsam von vielen Menschen bemerkt. Die Zusammenhänge zwischen dem „Insektensterben“ und dem Rückgang der Singvögel sind wissenschaftlich belegt.

Meisenbuch – Meisenbilder

Meisen hat fast jeder schon mal gesehen. Durch den häufigen Anblick schaut man aber auch nicht so genau hin. Die Bilder und Illustrationen im Buch sind klasse, die Tipps wie man die Geschlechter unterscheiden kann, auch.

Meisenbuch – Fazit

Das Buch ist eine Mischung aus persönlichem Erfahrungsbericht und Sachbuch mit vielen Informationen. Der Schreibstil ist leicht verständlich und dabei humorvoll. Im Anhang des Buches gibt es als Boni noch Hinweise zur Vogelfütterung und zum Nistkastenbau.

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Meisen sind keine typischen Zugvögel

Meisen sind fast alle Standvögel. Aber die Dynamik innerhalb der geographischen Teil-Populationen ist enorm. Es kann je nach der Großwetterlage  zu Massenzug bei Meisen kommen. Dann tauchen in Mitteleuropa oft große Meisentrupps, meist artrein auf. Das betrifft vor allem Kohlmeise und Blaumeise.

Die Tannenmeise dagegen ist kein „reiner“ Standvogel. Viele Vögel der Art die zu den echten Meisen gehört, unternehmen ausgeprägte Wanderungen. Entfernungen von über tausend Kilometern werden zurückgelegt. Die in Deutschland ansässigen Tannenmeisen wandern dabei im Herbst in westliche und südwestliche Richtungen.

Meisen
Tannenmeise, Foto: Thomas Roth

Bei der Tannenmeise ist in den letzten Jahren ein verstärktes Auftreten auch innerhalb von Ortschaften zu beobachten. Die Art war vorher ein typischer Nadelwaldbewohner.

Da fast alle Meisenarten, außer Bartmeise und Beutelmeise im Winterhalbjahr von Körnern und Schalenfrüchten leben können müssen sie nicht ziehen.  Beutel- und Bartmeisen können keine Kerne knacken und streifen deshalb auf der Suche nach Nahrung nach der Brutzeit umher. Die Bartmeise sucht dabei gerne große Schilfbestände auf, hier findet sie ausreichend Nahrung in Form von Samen des Schilfes. Beutelmeisen sind ausgeprägte Zugvögel und überwintern in West- und Südeuropa.

Sumpfmeise und Weidenmeise sind Standvögel und sehr ortstreu. Die Individuen der beiden kleinen Meisenarten legen kaum Entfernungen über 10km in ihrem Leben zurück.