Höhlenbrüter

Höhlenbrüter – Neben verschiedenen Vogelarten besiedeln auch andere Tierarten gerne Meisen Nistkästen. Brutplätze sind in unserer aufgeräumten Landschaft oft knapp. Daher kann es die eine oder andere Auseinandersetzung um die aufgehängten Nisthilfen geben.
Für das Aufhängen von Nistkästen ist eine Trennung in Höhlenbrüter und Halbhöhlenbrüter sinnvoll.

Höhlenbrüter kurz vorgestellt

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Die Kohlmeise ist eine unserer häufigsten Arten wenn es um die Besiedlung von Meisen Nistkästen im Garten geht. Mit ihrem schwarzen Bauchstreifen und dem gelb-grünlich-bläulich gefärbtem Federkleid ist sie unverwechselbar. Oft hört man ein „pink“ als Lautäußerung.
Die kleinere Blaumeise steht an zweiter Stelle der typischen Nistkastenbrüter. Wie der Name schon sagt hat diese Meisenart viel blau aber auch gelb im Gefieder.
Regional unterschiedlich und je nach Lage des aufgehängten Nistkastens sind als Bewohner noch folgende Arten anzutreffen.
Der Feldsperling ist der kleinere Vertreter der bei uns heimischen Spatzenarten. Ein Wangenfleck und die hellbraune Kopfplatte sind sein Erkennungszeichen. Der kleine Sperling besiedelt bei ausreichender Fluglochgröße gerne auch für Meisen angebrachte Nistkästen. Sein nest hat einen hohen Federnanteil, bei den Meisen überwiegt Moos.
Auch Trauerschnäpper beziehen normale Meisen Nistkästen, nehmen aber oft lieber eine Nistgelegenheit mit etwas größerer Einflugöffnung. Trauerschnäpper kommen in naturnahen Gärten vor und bevorzugen Laubholz.
Mit etwas Glück nistet ein Kleiber im Garten, sein Nest besteht fast nur aus Rindenstücken, bevorzugt von Kiefer. Kleiber beginnen früh im jahr mit dem Brutgeschäft. Die sogenannte Spechtmeise läuft auch mal kopfüber am Baumstamm.

Halbhöhlenbrüter kurz vorgestellt

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Typische Halbhöhlenbrüter sind Gartenrotschwanz, Hausrotschwanz, Trauerschnäpper, Grauschnäpper, Bachstelze, Zaunkönig und Rotkehlchen.
Auch diese einheimischen Vogelarten kann man durch das Aufhängen von Nistkästen gezielt fördern. Allerdings ist das bei Zaunkönig und Rotkehlchen etwas schwieriger, sie lieben eher Mauernischen, Höhlungen hinter Efeu, umgestürzte Wurzelteller oder ähnliches.
Während Gartenrotschwanz und Trauerschnäpper auch normale Meisen Nistkästen beziehen, wollen es Grauschnäpper, Bachstelze und Hausrotschwanz deutlich heller im Nest.
Für Bachstelze und Hausrotschwanz sind einfache Halbhöhlen zu empfehlen, allerdings haben es potentielle Nesträuber sehr leicht. Deshalb sollte ein möglichst sicherer Anbringungsort gewählt werden.

Höhlenbrüter Gartenrotschwanz
Gartenrotschwanz Männchen mit Futter, Foto: Lothar Knäschke

Der Gartenrotschwanz gehört zu den seltenen Brutvögeln in Deutschland. Während das Männchen unverwechselbar ist, kann das schlichter gefärbte Weibchen mit dem Weibchen des Hausrotschwanzes verwechselt werden. Das Männchen hat in der Brutzeit eine schwarze Kehle, eine weiße Kopfplatte und eine orange-braune Unterseite und sieht sehr farbenprächtig aus. Mehr zum Gartenrotschwanz (Klick).

Der Hausrotschwanz ist ein häufiger Brutvogel und brütet gerne in Halbhöhlen und ähnlichen nischenartigen Nistmöglichkeiten. Oft genügt ein Dachsparren am Haus oder eine Lücke in einer Mauer. Eine gezielte Ansiedlung durch das Anbringen eines Nistkastens ist möglich.

Wie weiter oben schon erwähnt ist der Trauerschnäpper flexibel bei der Nistplatzwahl, ob Halbhöhle oder ein normaler Meisen Nistkasten, beides wird gerne besiedelt. Die Art ist in Laubwäldern, bevorzugt Eiche häufiger, kommt aber auch in naturnahen Gärten vor.

Der Grauschnäpper ist selten geworden, aber meist auch schwer zu beobachten. Er hält sich meist in den Baumkronen auf und fängt im Jagdflug Insekten. Sein Gesang ist unauffällig, die Art brütet in Halbhöhlen aller Art.

Die Bachstelze kommt häufiger in Ortschaften vor, als der Name es sagt. Ihre Verwandte, die Gebirgsstelze bevorzugt Bäche als Lebensraum. Für Bachstelzen können Halbhöhlen aufgehängt werden, sie nimmt diese gerne an.

Zaunkönige nisten gerne gut versteckt in ihren kugelförmigen Nestern. Es gibt nachgeahmte Nistmöglichkeiten für diese kleine braune Vogelart zu kaufen. Der Zaunkönig singt recht laut, er kommt in Bachtälern, Flußauen und Laubwäldern noch häufig vor.

Ein Rotkehlchen
Rotkehlchen, Foto: Jürgen Hauck

Das Rotkehlchen ist ein Vogel des Unterholzes und der Gebüschzone. Die Männchen singen als eine der ersten Arten schon früh am Morgen. Auch dem Rotkehlchen kann man durch das Anbringen von Halbhöhlen helfen.